{"id":459,"date":"2012-11-14T13:09:32","date_gmt":"2012-11-14T11:09:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.matthiasanton.de\/?p=459"},"modified":"2013-01-29T14:22:35","modified_gmt":"2013-01-29T12:22:35","slug":"sudwestpresse-kultur-in-der-region-14-november-2012-von-alfred-thiele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.matthiasanton.de\/?p=459","title":{"rendered":"S\u00dcDWESTPRESSE, Kultur in der Region, 14. November 2012 &#8211; von Alfred Thiele"},"content":{"rendered":"<p>Packend, dynamisch, poetisch: Der Trossinger Jazz-Saxophonvirtuose, Komponist und Hochschullehrer Matthias Anton stellte jetzt bei \u201eFoxtones\u201c zusammen mit seiner \u201eMatthias Anton Group\u201c die erste offizielle CD der Formation vor: \u201eSuite No. 1\u201c, so der knappe Titel.<\/p>\n<p>Von Alfred Thiele<\/p>\n<p>Seine Musik l\u00e4sst aufhorchen und macht Lust auf mehr: sie ist inspiriert und inspirierend, manchmal provozierend, oftmals von geradezu explosiver Dynamik bis zum Vulkanausbruch; dann aber wieder so wunderbar melodi\u00f6s, singend und voller Poesie. Der Saxophonist und Komponist Matthias Anton ist in der Region und dar\u00fcber hinaus l\u00e4ngst kein Geheimtipp mehr. Als Solist sowie zusammen mit seiner Formation, der \u201eMatthias Anton Group\u201c, hat er sich durch seine au\u00dfergew\u00f6hnlichen und packenden Auftritte die Herzen der Jazzfreunde in den vergangenen Jahren im Sturm erobert. Bei \u201eFoxtones Music\u201c ist nun mit \u201eSuite No. 1\u201c die erste \u201eoffizielle\u201c CD der Gruppe erschienen. F\u00fcr Matthias Anton selbst ist es allerdings nicht wirklich die erste: Im Laufe seiner bisherigen Karriere hat der K\u00fcnstler, der an der Trossinger Hochschule als Honorarprofessor lehrt, neben einigen anderen Einspielungen zusammen mit dem Pianisten Michael Wollny bereits 2004 eine viel beachtete, wunderbare und poetische CD ver\u00f6ffentlicht &#8211; \u201eCalling a friend\u201c. Gewidmet ist sie seinem Gro\u00dfvater, dem Trossinger Schriftsteller und Lyriker Herbert Walz (1915-2002), der selbst ein versierter Pianist und Komponist war. Mit dem Opa, in dessen Haus Matthias Anton heute lebt, verband ihn eine innige, herzliche und sehr freundschaftliche Beziehung. Ein Portrait des Schriftstellers, gemalt von keinem Geringeren als Karl Demetz, h\u00e4ngt im Arbeitszimmer, in dem schon der Gro\u00dfpapa seine Romane und Gedichte verfasste, \u00fcber dem sch\u00f6nen alten Jugendstilpiano, auf dem Herbert Walz so gerne musiziert hat. Er war es schlie\u00dflich auch, der \u2013 neben dem Vater &#8211; seinen Enkel in ganz jungen Jahren f\u00fcr die Musik begeisterte und damit ein Feuer entfachte, das nicht mehr erl\u00f6schen sollte und in eine beachtenswerte k\u00fcnstlerische Karriere f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Seine neue CD ist f\u00fcr Matthias Anton mehr als ein Deb\u00fct \u2013 sie ist eine klingende Visitenkarte. \u201eIch sehe sie als musikalisches Gesamtwerk. Wenn ich ein Album mache, dann m\u00f6chte ich, dass das ein St\u00fcck Musik ist, das zusammengeh\u00f6rt, so sind die Titel ja auch ausgew\u00e4hlt und so sind sie komponiert\u201c, sagt der sympathische junge Saxophonist und Kopf der \u201eMatthias Anton Band\u201c, einer Formation, die sich in den zur\u00fcckliegenden Jahren einen Namen als au\u00dfergew\u00f6hnliche und faszinierende Besetzung gemacht hat mit Rares Popsa an der Gitarre, Philipp Moehrke am Keyboard, Patrick \u201ePaco\u201c M\u00fcller am 6-stringfret- &amp; fretlessbass sowie Matthias F\u00fcchsle am Schlagzeug.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt der Aufnahmen steht, dem Titel der CD entsprechend, Antons \u201eSuite No. 1\u201c. Ihre drei S\u00e4tze geh\u00f6ren untrennbar zusammen, hier demonstrieren Komponist und Ensemble ihre Vielseitigkeit auf faszinierende und packende Weise \u2013 vom Free-Funk-Solo des Altsaxophons bis zu den meditativ-poetischen Kl\u00e4ngen des zweiten Teils und dem Schlusssatz, in dem sich \u201edie Energie wie in einer Kernschmelze verdichtet\u201c, wie die Musiker das selbst beschreiben. \u201eEs ist mir wichtig, dass etwas passiert auf der B\u00fchne, dass die Kraft zu sp\u00fcren ist, die Musik haben kann\u201c, unterstreicht Matthias Anton. Diese Kraft will er auch mit seiner CD erfahrbar machen, und das ist ihm und seinen Musikern \u00fcberzeugend und fesselnd gelungen. Schon der ungew\u00f6hnliche Auftakt mit der Komposition \u201eJerusalem\u201c l\u00e4sst aufhorchen, entf\u00fchrt Matthias Anton seine H\u00f6rer mit diesem St\u00fcck doch in die fremde und irgendwo doch wieder nahe und ber\u00fchrende Klangwelt des Nahen Ostens.<\/p>\n<p>Matthias Anton ist ein echter Sohn der Musikstadt Trossingen. Und wie es sich f\u00fcr einen Trossinger geh\u00f6rt, lernte er im zarten Alter von sieben Jahren Mundharmonika zu spielen, das Piano erg\u00e4nzte und bereicherte seine musikalischen Ambitionen, Unterricht bekam er an der damaligen Jugendmusikschule. Zw\u00f6lf Jahre war er alt, als er die gro\u00dfe Leidenschaft seines musikalischen Lebens entdeckte \u2013 das Saxophon. Diese f\u00fcr ihn so wunderbare Begegnung wiederum verdankte er seinem Gro\u00dfvater Lothar Anton und seinem Vater, die beide ebenfalls ambitionierte Saxophonspieler waren. Unterricht erhielt er bei Elmar Sch\u00e4fer und Tom Timmler, Martin Kneer engagierte den hoch talentierten jungen Mann schlie\u00dflich f\u00fcr die Bigband und Combo des Gymnasiums Trosingen, zeitgleich absolvierte er an der Trossinger Hochschule ein Vorstudium im Fach Jazz und Popularmusik mit dem Hauptfach Klavier. Nach dem Abitur studierte Anton bis 2002 Saxophon an der Musikhochschule Mannheim bei J\u00fcrgen Seefelder, ein KA-Studium an der Stuttgarter Hochschule bei Bernd Konrad schloss sich an. Anton wirkte unter anderem als Lead-Altist im Landes-Jugend-Jazz-Orchester Baden-W\u00fcrttemberg sowie im Bundes-Jazz-Orchester \u2013 BuJazzO \u2013 das er kurze Zeit in Vertretung von Peter Herbolzheimer bei zwei Konzerten, die vom WDR mitgeschnitten wurden, leitete. Der Trossinger K\u00fcnstler spielte und arbeitete zusammen mit bekannten Kollegen wie Jiggs Whigham, Brend Konrad, Ack van Rooyen. Seit 2005 ist er Dozent f\u00fcr Saxophon an der Staatlichen Hochschule f\u00fcr Musik in Trossingen, seit Juli 2010 hat er eine Honorarprofessur.<\/p>\n<p>Neben der dreis\u00e4tzigen \u201eSuite No. 1\u201c und \u201eJerusalem\u201c sind auf der neuen CD das Piano-Zwischenspiel \u201eInterlude\u201c, die melancholische, von einem heimatlichen Herbstabend inspirierte Komposition \u201eAbendnebel\u201c sowie \u201eIn eternal graditude\u201c zu erleben. Matthias Anton zu dieser Komposition: \u201eInspiriert durch einige Ereignisse innerhalb meiner Familie m\u00f6chte ich damit allen meine Dankbarkeit musikalisch ausdr\u00fccken. Eine eing\u00e4ngige Melodie steigert sich innerhalb des St\u00fccks durch mehrere Teile zu einem pomp\u00f6sen Schluss, der das Album wunderbar abschlie\u00dft\u201c.<\/p>\n<p>INFO: \u201eSuite No. 1\u201c, die neue CD der \u201eMatthias Anton Group\u201c ist ab sofort im Schallplattenhandel erh\u00e4ltlich, In Trossingen gibt es sie bei der Buchhandlung M\u00fcller am Rudolf-Maschke-Platz.<\/p>\n<p>Erschienen in: S\u00dcDWESTPRESSE, Kultur in der Region, 14. November 2012<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Packend, dynamisch, poetisch: Der Trossinger Jazz-Saxophonvirtuose, Komponist und Hochschullehrer Matthias Anton stellte jetzt bei \u201eFoxtones\u201c zusammen mit seiner \u201eMatthias Anton Group\u201c die erste offizielle CD der Formation vor: \u201eSuite No. 1\u201c, so der knappe Titel. 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